Grundlagen

VDSL ist ein Übertragungsverfahren für Internetzugänge. Wenn von VDSL die Rede ist, meint man genau genommen VDSL2, weil VDSL1 weltweit kaum eingeführt wurde. Eine seiner wichtigsten Innovationen liegt in der möglichen Geschwindigkeit.
Eine Datenübertragung bis maximal 52 MBit/s können mit dieser Technik realisiert werden. Im Vergleich: Heutige, moderne ADSL2+ Zugänge schaffen theoretische 16 MBit/s. Die Signalleitung erfolgt durch ein sogenanntes Hybridnetz das sich aus Glasfaserkabel und Kupferleitungen zusammensetzt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Glasfaserkabelnetzen braucht es keine neuen Hausanschlüsse. Der Hausanschluss ist mit dem Kupferkabel nur noch wenige Meter bis zum nächstgelegenen Verteiler verbunden. Dieser ist wiederum über Glasfaser mit der Swisscom Zentrale verbunden. Die Glasfaser-Technik hat den Vorteil, dass es fast keinen Signalverlust über längere Strecken gibt.
Die möglichen Übertragungsraten hängen so massgeblich von der Länge des benutzten Kupferkabels ab. (Die Länge der Strecke zwischen dem Kabelverteiler und dem Kunden) Bereits ab einer Entfernung von ca. 1,5 km sind nur noch Übertragungsraten auf dem Nivau von ADSL2+ (16Mbit/s) möglich. Bei hochwertigen Leitungen und Entfernungen von < 1km können bis maximal 50Mbit/s erreicht werden. Die VDSL2-Spezifikation geht von stolzen 200 Mbit/s aus. Somit ist für die Zukunft noch einiges an technischen "Reserven" für Optimierungen und neue Produkte vorhanden.